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Agnes Kraft Osagiobare     Lic. Phil. I      Fachpsychologin für Psychotherapie FSP     Unterer Quai 23, 2502 Biel     Tel.  079 817 14 05     kraftosa@gmx.ch

 
 

Anerkannte Methoden

Indikation

Psychologie/Psychiatrie

Schweigepflicht

Ausbildung

Dauer

Psychische Störung

 

 
 
 

Was ist Psychotherapie und welche Methoden sind in der Schweiz anerkannt?

Unter dem Begriff Psychotherapie sind verschiedene Verfahren zusammengefasst, wie Menschen mit seelischen Störungen geholfen werden kann, ihr inneres und äußeres Gleichgewicht (wieder-) zu finden.

Im Dschungel der psychotherapeutischen Methoden gibt es wissenschaftlich anerkannte und nicht oder noch nicht wissenschaftlich anerkannte.

Anerkannte Psychotherapieschulen sind u.a. die Klienten- oder Personzentrierte Psychotherapie, die Systemische Psychotherapie, die Verhaltenstherapie, die Gestalttherapie, die Psychoanalytischen Verfahren.

Welche Ausbildung muss ein Psychotherapeut/ eine Psychotherapeutin absolviert haben, um durch die Gesundheitsbehörden anerkannt zu sein?

Die Voraussetzungen, um einen Fachtitel als Psychotherapeut/in zu erlangen, sind zur Zeit ein Hochschulstudium in Medizin oder Psychologie und eine mindestens 5-jährige Zusatzausbildung in einer der erwähnten wissenschaftlich anerkannten Fachrichtungen.

Der entsprechende Fachtitel ist beim Psychiater/der Psychiaterin der FMH-Titel, bei Psychologen/Psychologinnen der Fachtitel FSP oder SPV.

Dazu kommen bei Psychologen/Psychologinnen je nach Kanton noch 1-2 Jahre  Berufserfahrung (100%-Pensum vorausgesetzt, sonst entsprechend länger) in einer ärztlich geleiteten Institution.

Was ist der Unterschied zwischen einem Psychologen und einem Psychiater?

Ein Psychiater/eine Psychiaterin hat ein Medizinstudium, ein Psychologe/eine Psychologin ein Studium in Psychologie absolviert. Letztere/r darf im Gegensatz zum Psychiater keine Medikamente verschreiben und auch keine Klinikeinweisungen vornehmen.  

Untersteht die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut einer Schweigepflicht und wie wird diese gehandhabt?

Ja, die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut untersteht der Schweigepflicht, ohne die eine erfolgreiche Psychotherapie nicht denkbar ist. In der psychotherapeutischen Situation muss sichergestellt sein, dass die Klientin/der Klient sich frei äußern und sicher sein kann, dass alles, was er/sie sagt, die Therapie nicht verlässt. Gerade auch schwierige, sozial unangepasste Inhalte müssen Platz haben und wertfrei behandelt werden.

Im Falle der delegierten Psychotherapie ist die Psychologin/der Psychologe aber verpflichtet, dem delegierenden Arzt/der delegierenden Ärztin Auskunft zu erteilen. Diese unterstehen ebenfalls der Schweigepflicht.

Die meisten Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen besuchen zur qualitativ besseren Ausübung ihrer Tätigkeit eine Supervision. Dies bedeutet, dass sie therapeutische Situationen mit einer anderen erfahrenen Fachperson besprechen können. Die Schweigepflicht gilt auch für diese Person.

Wann ist eine Psychotherapie angezeigt?

Jeder Mensch hat in seinem Leben immer wieder unterschiedlich starke psychische Probleme, mit denen er mehr oder weniger gut ohne fachliche Hilfe zurecht kommt. Sind die Probleme so beeinträchtigend und so tief verwurzelt, dass er den Ausweg nicht selbst findet, kann eine Psychotherapie helfen. Allgemein, aber vor allem bei Kindern gilt: je früher Hilfe beansprucht wird, desto besser.

Psychotherapie kann helfen bei Depressionen, Burnout, Schlafstörungen, psychosomatischen Beschwerden, Ängsten, Zwängen, Phobien, Panikattacken, Essstörungen, Hemmungen, Problemen in der Schule und am Arbeitsplatz, Konzentrationstörungen, ADS, ADHS, Lebenskrisen, Trauma, zwischenmenschlichen Konflikten, Partnerschaftskrisen, sexuellen Störungen.

Wie kann eine psychische Störung entstehen?

Die Personzentrierte Psychotherapie betrachtet eine psychische Störung als eine sogenannte Inkongruenz, die entsteht wenn sich das Idealbild, dem man entsprechen möchte, nicht deckt mit dem Bild, das man von sich hat. Je größer die Inkongruenz, desto schwerer die Störung. Es kann auch sein, dass ein Mensch zwar verschiedene Selbstbilder in sich trägt, jedoch sich selbst, seine echten Emotionen, Bedürfnisse, Beweggründe nicht wirklich kennt. Eine Psychotherapie kann helfen, ein positiveres und realistischeres Bild von sich selbst zu entwickeln. 

Ein isoliertes unverarbeitetes Trauma kann Inkongruenz bewirken und zu einer psychischen Störung führen. Oft richtet ein vereinzeltes großes Trauma, das von einem einfühlenden Umfeld aufgefangen wird, weniger bleibenden Schaden an als eines, das wiederholt stattfindet und nicht einmal als solches erkannt wird.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Dies hängt ab von der Art, Intensität und Dauer der psychischen Probleme, der Motivation und des Zustands der Klientin/des Klienten und natürlich auch der Fähigkeit der Therapeutin/des Therapeuten, auf eine Person hilfreich einzugehen. Wichtig ist, dass der Klient/die Klientin Vertrauen zum Therapeuten/zur Therapeutin fassen kann. Letzteres muss wachsen und braucht oft seine Zeit, besonders wenn ein Mensch durch negative zwischenmenschliche Erfahrungen geprägt ist. So kann eine erfolgreiche Psychotherapie wenige Monate bis einige Jahre dauern.