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Agnes Kraft Osagiobare     Lic. Phil. I      Fachpsychologin für Psychotherapie FSP     Unterer Quai 23, 2502 Biel     Tel.  079 817 14 05     kraftosa@gmx.ch

 
 

Personzentrierte Psychotherapie

 

 

 

 

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Gesprächspsychotherapie

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Paare, Familien, Gruppen

 

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Kreatives Gestalten

Systemische Therapie

 

Focusing

Verhaltenstherapie

 

 

 
 

Der psychotherapeutische Ansatz, nach dem ich grundsätzlich arbeite, nennt sich Personzentrierte Psychotherapie, oft auch Klientenzentrierte Psychotherapie (Person Centered Approach - PCA) oder einfach Gesprächspsychotherapie genannt. Sie basiert auf einem Konzept von Carl R. Rogers und ist eine wissenschaftlich erprobte und offiziell anerkannte Therapieform.

Dieses Konzept beinhaltet folgende Annahmen:

Jede/jeder von uns ist bestrebt, seine  körperlichen, seelischen und geistigen Möglichkeiten zu entfalten und erhalten. Unter günstigen Bedingungen ist eine Person im Streben nach Entfaltung von Grund auf konstruktiv, rational, sozial. Unter weniger günstigen Umständen entwickelt sie psychische und körperliche Mechanismen, welche primär dem Selbstschutz und der Aufrechterhaltung der Selbstachtung dienen. Verändern sich die Umstände im Laufe des Lebens, können diese Mechanismen hinderlich werden und das Individuum in seiner Weiterentwicklung hemmen. Dies kann zu vielfältigen Störungen in der psychischen Selbstregulation und im Sozialverhalten führen. 

In der Personzentrierten Psychotherapie  steht, wie der Name sagt, nicht die Methode, sondern die einzelne Person im Zentrum. Es wird auf den Menschen als ganzen Organismus eingegangen und durch das Verstehen der vergangenen und aktuellen Lebensgeschichte ein Selbstheilungsprozess in Gang gebracht.

Es wird eine respektvolle, einfühlsame, nicht wertende und bedingungslos wertschätzende therapeutische Haltung angestrebt, welche die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Therapeut/in und Klient/in prägt. Dadurch entsteht eine positive, die Selbstentdeckung fördernde Atmosphäre, welche es der ratsuchenden Person ermöglicht, sich selbst besser zu verstehen, Blockierungen ihrer Entwicklungsimpulse aufzulösen und mehr Offenheit sich selbst und Anderen, wie auch dem gesamten Leben gegenüber zu entwickeln. 

Weil die/der Klient/in im Zentrum des therapeutischen Geschehens steht, ist jede Therapie als eine Interaktion zwischen Klient/in und Therapeut/in einmalig. Der/die Therapeut/in schwingt sich dabei nicht zum/zur Experten/Expertin auf, sondern der Klient/die Klientin bleibt Fachperson für sein/ihr eigenes Leben.

In meiner Praxis arbeite ich mit folgenden Settings:

Personzentrierte Gesprächspsychotherapie im Einzelsetting. Darin bestimmt der/die Klient/in, welches Thema sie/er besprechen  wie viel er/sie schon preisgeben möchte. Indem Widerstände und Hemmungen als Selbstschutz, und daher zum jetzigen Zeitpunkt noch als sinnvoll, betrachtet werden, ist gewährleistet, dass die/der Klient/in die Kontrolle über das therapeutische Geschehen mit mir als Therapeutin teilt. Durch behutsames sich Öffnen wird eine psychische Überforderung und damit eine Verschlimmerung der Symptome vermieden.  Wachsendes Vertrauen in die Tragfähigkeit der Therapeutin beinhaltet auch die Gewissheit, nicht abgewertet, etikettiert oder kritisiert zu werden.

Ich beziehe auch Elemente anderer Therapieformen, wie beispielsweise systemische Therapie, Gestalttherapie, Focusing, Verhaltenstherapie mit ein, wenn dies für den/die Klient/in sinnvoll und erwünscht ist.

Die Systemische Psychotherapie  sieht den Menschen als Teil seines familiären, kulturellen und sozialen Umfelds. Oft werden hier Familienangehörige und/oder andere wichtige Personen aus dem Umfeld des Klienten/der Klientin in die Therapie miteinbezogen. Es können auch sogenannte Aufstellungen gemacht werden, in Gruppen mit anderen Personen, aber auch symbolisch z.B. mit Figuren.

Die Gestalttherapie  betrachtet eine psychische Störung als eine nicht abgeschlossene innere "Gestalt", d.h. ein psychischer Prozess ist blockiert und belastet die Klientin/den Klienten erheblich. Es gibt verschiedene gestalttherapeutische Techniken, um die im sozialen Kontext nicht lebbaren Emotionen in der therapeutischen Situation zu ermöglichen.  

Focusing  ist ein innerpsychischer Suchprozess und besonders gut mit dem personzentrierten Ansatz vereinbar. Wie der Name sagt, wird der Fokus der Aufmerksamkeit auf das aktuelle Thema gerichtet und nach Lösungen gesucht. Das dabei entstehende Körpergefühl wird als Signal verstanden, ob die Lösung richtig ist, ob sie "stimmt".

DieVerhaltenstherapie   setzt am äußeren Verhalten an und die Patientin/der Patient lernt, in einer bestimmten Situation anders zu handeln als üblich. Verhaltenstherapie allein reicht aber oft nicht aus, denn es kann dazu kommen, dass die Störung sich auf einer anderen Ebene, in einem anderen Kontext, wieder meldet (Symptomverschiebung). Andererseits ist eine aufdeckende Psychotherapie ebenfalls nicht erfolgreich ohne eine Verhaltensänderung im Hier und Jetzt.

In der personzentrierten Spieltherapie steht das Kind mit seinen Ideen, seiner Phantasie und seinen Spielbedürfnissen im Vordergrund. Einem Kind fällt es in der Regel schwerer, seine Erfahrungen verbal ausdrücken, es stellt sie vielmehr symbolhaft dar.  Die achtsame und einfühlende Begleitung durch die Therapeutin hilft ihm, seine aktuellen Themen und Lebenserfahrungen im Spiel auszudrücken und fassbar zu machen. In der Interaktion mit der Therapeutin kann das Kind lernen, eingeschliffene Verhaltensmuster zu lockern und zu verändern.

Das kreative Gestalten nimmt, ähnlich wie das Spiel,  besonders  in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Stellenwert ein. Kinder und Jugendliche drücken mit Hilfe kreativer Medien aus, was sie betrifft und beschäftigt und suchen mit Unterstützung der Therapeutin nach neuen Lösungen. In der Therapie mit Erwachsenen werden kreative Medien ebenfalls erfolgreich eingesetzt. Erfahrungen können auf symbolischer Ebene manchmal unmittelbarer und lebendiger ausgedrückt werden als im Gespräch.  Es stehen verschiedene Techniken und Materialien zur Verfügung.

Da es im Personzentrierten Ansatz darum geht,  die ratsuchenden Personen  jede für sich sowie  in der Beziehung mit Anderen zu verstehen, ist dieser therapeutische Ansatz auch in der Paar-, Familien- und Gruppentherapie wirksam.  Die Bearbeitung von Konflikten und die Auflockerung eingeschliffener Beziehungsmuster wird gefördert, größeres gegenseitiges Verständnis und die Entwicklung einer offeneren, respektvolleren Kommunikation zwischen den Beteiligten ermöglicht.